eve&rave Münster e.V.
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2C-I

 

Chemische Bezeichnung (IUPAC):

2-(4-Iod-2,5-dimethoxyphenyl)ethanamin

 

Andere Bezeichnungen:

2C-I, 2,5-Dimethoxy-4-Iod-Phenylethylamin (DMIPEA), 4-Iod-2,5-dimethoxy-β-phe-nylethylamin (IDMPEA), 4-Iod-2,5-dimethoxyphenethyl-azan, (...)

 

Handelsnamen:

(keine)

 

Szenetypische Bezeichnungen:

(keine)

 

2C-I ist ein synthetisches Mescalin-Derivat aus der 2C-Familie. Es gehört strukturell zur Gruppe der Phenylethylamine und be- sitzt u.a. eine stimulierende, euphorisierende und harmonisie- rende, sowie eine psychedelische, entheogene und halluzinoge- ne Wirkung.

Nach dem Verbot von 2C-B in Deutschland im Jahr 1993, nahm einige Zeit später 2C-I dessen Platz als legales Rauschmittel ein, bis auch dies verboten wurde.

 

 

2C-I unterliegt dem BtMG (Anlage I: Nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel). Her- stellung, Einfuhr, Erwerb, Besitz und Weitergabe/Handel sind strafbar!

 

Merkmale:

- Kristallines, weißes Pulver (meist das Hydrochlorid), auch als Kapseln oder Tablet-

  ten.

 

 

Gebrauch:

- 2C-I wird geschluckt (ca. 14 – 22 mg) oder geschnupft (ca. die Hälfte der oralen

  Dosis). Es kann aber auch geraucht oder rektal zugeführt werden.

 

 

Wirkung:

- Geschnupft wirkt 2C-I ca. nach 10 – 20 Minuten, geschluckt nach ca. 30 Minuten –

  2 Stunden. Die Wirkung kann 6 – 10 Stunden anhalten (inkl. Runterkommen). Eini-

  ge Konsumenten berichten von einer Wirkdauer von bis zu 18 Stunden.

- Die Pupillen weiten sich, das Hungergefühl ist vermindert und die Pulsfrequenz

  und der Blutdruck steigen. Es können u.a. Muskelsteifheit, Krämpfe, Übelkeit und

  Erbrechen auftreten.

- Wie bei allen halluzinogenen Rauschmitteln hängt die Wirkung stark von der Do-

  sis, der Person und ihrer aktuellen inneren Verfassung sowie den äußeren Rah-

  menbedingungen ab.

- Die Wirkung von 2C-I kann stimulierend, gefühlsintensivierend, aphrodisierend,

  harmonisierend und euphorisierend (ähnlich dem MDMA), sowie psychedelisch,

  entheogen und halluzinogen sein. Bei höheren Dosen überwiegt jedoch die psy-

  chedelisch/halluzinogene Wirkung, die sich u.a. in einer Sensibilisierung aller Sin-

  ne äußert. Es treten u.a. Veränderungen in der Wahrnehmung und visuelle Hallu-

  zinationen in Form von sich bewegenden farbigen Mustern auf. Das Körpergefühl

  intensiviert sich und es kann zu einer Auflösung der Grenzen zwischen "Innenwelt"

  und "Außenwelt" kommen. Im Vergleich zu LSD ist der Rausch kürzer und weniger

  tief und heftig.

- Höhere Dosen begünstigen negative Erlebnisse bis hin zum "Horror-Trip".

- Bei häufigem Gebrauch von 2C-I ist eine Toleranzentwicklung möglich. In diesem

  Fall sind einige Wochen Konsumpause nötig, um die gleiche Wirkung (bei gleicher

  Dosis) wieder zu erreichen. Nach regelmäßigem Gebrauch wird von einigen Kon-

  sumenten von einer Abnahme der visuellen und psychedelischen Wirkung und ei-

  nem vermehrt auftretenden, erhöhten Blutdruck (Hypertensive Krise) berichtet.

 

 

Gefahren:

- Der Rausch – besonders die Auflösung der Grenzen zwischen "Innenwelt" und

  "Außenwelt" – kann verängstigen und verstören. Im Extremfall sind "Horror-Trips"

  möglich.

- Langzeitrisiken sind bisher nicht erforscht. Wie bei allen psychedelischen Substan-

  zen, ist auch von 2C-I anzunehmen, daß es psychische Probleme verursachen

  kann. Für Personen mit latenten psychischen Problemen, psychischen Vorerkran-

  kungen oder Häufungen von psychischen Erkrankungen im familiären Umfeld ist

  das Risiko erhöht, durch 2C-I psychische Störungen zu entwickeln.

- Das Führen eines Fahrzeugs unter dem Einfluß von 2C-I ist gefährlich und wird

  mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bestraft.

 

 

Safer Use:

- 2C-I ist keine klassische Partydroge! Konsumiere 2C-I nur wenn Du Dich gut

  fühlst, ausgeschlafen bist, Du die Umgebung als angenehm empfindest und Du

  keine Bedenken/Angst vor der Wirkung hast. Fühlst Du Dich nicht gut/bereit, bist

  unerfahren oder hast psychische Probleme, ist die Gefahr etwas Negatives oder

  sogar einen "Horror-Trip" zu erleben deutlich höher. Versuche Dich immer auf et-

  was Positives zu konzentrieren.

- Konsumiere 2C-I nie alleine, sondern immer im Beisein von Freunden und/oder

  anderen vertrauenswürdigen, erfahrenen Personen.

- Vermeide – auch im Beisein von nüchternen Begleitern – potentiell gefährliche
  Orte (Dächer, Klippen, Straßen, tiefe Gewässer, usw.).

- Die Wirkung von 2C-I kann individuell sehr unterschiedlich sein und bereits kleine

  Schwankungen in der Dosis können einen großen Effekt haben. Daher sollte bei

  der Dosierung immer das eigene Körpergewicht und die (vermutlich nicht bekann-

  te) Wirkstoffkonzentration berücksichtigt werden. Taste Dich also behutsam an die

  gewünschte Wirkung heran und lege nicht übereilt nach! Eine Überdosis kann

  bestenfalls zu sehr unangenehmen Zuständen führen und schlimmstenfalls le-

  bensbedrohlich sein!

- Nur weil Dir etwas als 2C-I angeboten wird, heißt das nicht, daß es auch 2C-I ist.

  Es gibt diverse Substanzen aus der 2C-Familie (z.B. 2C-B2C-C, 2C-D, 2C-E,

  2C-T-7, 2C-B-FLY oder Bromo-DragonFLY) mit gleichem Aussehen, die recht ähn-

  liche oder auch gänzlich andere Wirkungen haben können, deren wirksame Dosen

  deutlich niedriger oder höher sein können und deren Wirkungseintritt früher oder

  später erfolgen kann. Auch aus diesem Grund solltest Du immer sehr vorsichtig

  dosieren (Antesten!). Eine Überdosis kann – je nach Substanz – lebensbedrohlich

  sein!

- Teile beim Schnupfen keine Ziehröhrchen und verwende keine Geldscheine, um

  Dich vor übertragbaren Krankheiten (z.B. Hepatitis) zu schützen.

- Vermeide generell den Mischkonsum mit 2C-I:

  - Die Kombination mit Alkohol kann zu Übelkeit, Erbrechen und depressiven Ver-

    stimmungen führen.

  - Die Kombination mit MAO-Hemmern kann zu einer erheblichen Verlängerung

    und Verstärkung des Rauschs führen, was das Herz-Kreislaufsystem stark be-

    lasten kann.

- Trinke während des Rauschs ausreichend alkoholfreie Getränke.
- Konsumiere 2C-I nur in größeren Zeitabständen von mehreren Wochen, um das

  Erlebte psychisch verarbeiten zu können.

- Personen mit Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Epilepsie sowie Perso-

  nen mit latenten psychischen Problemen, psychischen Vorerkrankungen oder Häu-

  fungen von psychischen Erkrankungen im familiären Umfeld sollten 2C-I nicht

  konsumieren.

- Im Notfall den europaweit gültigen Notruf (Nummer: 112) anrufen. Schildere am

  Telefon nur die Symptome und kläre den Rettungsdienst oder Notarzt vor Ort über

  die konsumierten Substanzen auf. Sie unterliegen der Schweigepflicht!

  Informationen zur Ersten Hilfe bei Drogennotfällen findest Du hier.

 

 

Letzte Änderungen: 29.01.2016

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