eve&rave Münster e.V.
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Parties & Gesundheit /

Entzug & Therapie

 

Parties & Gesundheit

 

Natürlich ist die Party am Wochenende eine rekreative Maßnahme. Vergiß aber nicht, daß die Party nur so gut werden kann, wie Deine Grundstimmung ist. Wenn Du Dich wegen irgendwelchen körperlichen oder geistigen Mißempfindungen mal "down" fühlst, kannst Du nicht erwarten, daß die Party alle "Bad Vibrations" besei- tigt. Versuche die Probleme, die Dich belasten, zu lösen und zu bewältigen, bevor Du feiern gehst. Das hört sich natürlich leichter an, als es meist ist. Wenn Du Dich mental auf eine Party einstellst und hierfür den Kopf von den Belastungen des All- tags frei machst, wirst Du einen späteren "Abturn" auf der Party vermeiden. Eine gute Vorbereitung ist, sich etwas zu gönnen wie z.B. ausgiebige Körperpflege, Ent- spannungsübungen oder auch sportliche Aktivitäten, die Dich erstmal innerlich auf- lockern und Deinen Körper und Geist einander näher bringen. Nur weil Freunde ei- nen Partybesuch von Dir erwarten oder Du denkst, Du würdest etwas verpassen, solltest Du Dich nicht in Zugzwang bringen, eine Party unbedingt besuchen zu müs- sen. Wenn Du Dich nicht danach fühlst, bleib zu Hause oder mach etwas, von dem Du glaubst, daß es Dir in diesem Moment mehr zusagt. Höre auf Deine innere Stim- me – sie hat meistens recht! Parties werden jede Woche in den nächsten hundert Jahren gefeiert. Da kommt es auf eine nicht an! Deine Partyfreunde werden Dich bestimmt auch nicht ächten, nur weil Du einen "Event" ausläßt. Das Motto für ein gutes Partyleben lautet: Klasse statt Masse!

Du solltest auf jeden Fall freundschaftliche Kontakte außerhalb der Partyszene nicht vernachlässigen, auch wenn diese Bekanntschaften Dir manchmal uncool und spießig vorkommen. So kannst Du einerseits die Freizeit bis zur nächsten geplanten Party überbrücken und andererseits Dir auch mal ein Kontrastprogramm außerhalb des Partygeschehens bieten.
Laß die Party nicht Dein Leben bestimmen, sondern benutze sie, um Dein persön-liches Wohlbefinden zu steigern und als Extra, welches Dir das Leben versüßt.

 

Die wichtigsten Grundregeln zum gesund bleiben sind:
- Unnötigen Streß (besonders am Wochenende) vermeiden.
- Der Konsum von Alkohol, Coffein, Nicotin und so ziemlich allen anderen berau-

  schenden Substanzen in partyähnlichem Ausmaß, verbunden mit Schlafentzug

  schwächt Dein Immunsystem. Dies läßt sich meist auch nicht vermeiden. Man

  sollte diesem Wissen aber Rechnung tragen und auf eine ausreichende Vitamin-,

  Mineral- und Schlafzufuhr achten; dies aber nicht nur mit Tabletten aus der Apo-

  theke, sondern auch mit frischen Lebensmitteln.

- Du solltest unbedingt auf eine ausreichende Abhärtung achten. Unternimm regel-

  mäßig etwas draußen an der frischen Luft und sei es nur ein ausgedehnter Spa-

  ziergang durch die Nachbarschaft.
- Meide überhitzte und zu lufttrockene Wohn-/Schlafräume.
- Wenn Du erkältungsgefährdet bist, gibt es spezielle immunsystemstärkende Prä-

  parate auf pflanzlicher Basis in der Apotheke.
- Solltest Du Dir dennoch einen Infekt einfangen, kuriere ihn gründlich aus und ver-

  zichte auf auszehrende Parties – sei es nur, um Deine Freunde nicht auch noch

  anzustecken.

- Gehe stets vernünftig und reflektiert mit berauschenden und/oder leistungsstei-

  gernden Substanzen um! Vermeide Mischkonsum, hohe Dosierungen und häufi-

  gen oder gar regelmäßigen Gebrauch! Eine Sucht stellt neben den hohen gesund-

  heitlichen Risiken auch eine erhebliche Einschränkung in Deiner Lebensqualität

  dar! Laß es erst gar nicht so weit kommen und verwende legale oder illegalisierte

  berauschende Substanzen – wenn überhaupt – nur maßvoll und in größeren Zeit-

  abständen von mehreren Wochen bis Monaten und nur zu besonderen Anlässen!

  Wenn Du illegalisierte Substanzen konsumieren willst, informiere Dich im Vorfeld

  ausführlich über die Wirkung und Gefahren (z.B. im "Drogen ABC" unserer Home-

  page) und kaufe/nimm sie nur von vertrauenswürdigen Personen. Außerdem soll-

  test Du dafür sorgen, daß Dich stets eine nüchterne, vertrauenswürdige Person

  begleitet, die über die konsumierten Substanzen informiert ist und im Notfall Hilfe

  leisten/holen kann.

 

Wenn bei Dir eine Operation ansteht, sollte der behandelnde Arzt über Deinen Dro- genkonsum im Bilde sein. So kann er Dich besser über die möglichen Risiken auf- klären und unnötige Komplikationen bei der Operation (besonders mit dem Narko- semittel) vermeiden. Blöd wäre es z.B., wenn Du während der Operation aufwachst, weil Dein Körper das Narkosemittel schneller abbaut als üblich oder dessen Wir- kung im Vergleich zu einem "normalen" Patienten unzureichend ist. Richtig blöd wäre es, wenn es zu Wechselwirkungen zwischen den "Rest-Drogen" und dem Nar- kosemittel kommt. Diese können schlimmstenfalls auch tödlich enden. Also lege die Karten auf den Tisch! Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht!

MDMA (Ecstasy) z.B. sollte auf keinen Fall vor oder nach einer Operation oder wäh- rend einer medikamentösen Behandlung konsumiert werden (Rekonvaleszenz), da dies drastische gesundheitliche Folgen für Körper und Geist haben kann. Eine Ab- schwächung des Immunsystems durch den Konsum von MDMA wurde beobachtet und kann gerade bei bestehender Krankheit oder nach einer Operation Probleme machen und den Heilungsprozeß verzögern. Zudem besteht immer die Gefahr von unkalkulierbaren Wechselwirkungen mit Medikamenten.

 

 

Entzug & Therapie

 

Hast Du das Gefühl, daß Du ein Suchtverhalten entwickelt hast, dessen Du nicht mehr Herr wirst, dann scheue Dich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen:

- Bei einem Therapiebedarf solltest Du Dich direkt an eine Drogenberatungsstelle

  (in Münster z.B. die Drogenhilfe Münster) oder an Deinen Hausarzt wenden.

- Therapiemöglichkeiten gibt es deutschlandweit in verschiedenen Zentren und Ein-

  richtungen.

- Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Dir und Deinem behandelnden Arzt/The-

  rapeuten ist wichtig. Magst Du die Person nicht oder macht sie auf Dich einen in-

  kompetenten Eindruck, suche nach Alternativen. Bedenke jedoch, daß Dir vermut-

  lich jeder Arzt/Therapeut etwas unsympathisch vorkommen könnte, da er im Be-

  griff ist, Dir etwas "Geliebtes" wegzunehmen und er Dich mit Deinen Schwächen

  konfrontiert!

- Wichtig ist der Wille, etwas ändern zu wollen und meist – kein eiserner Wille vor-

  rausgesetzt – auch ein Kontaktabbruch zur Partyszene und anderen Konsumen-

  ten.
- Eine Unterstützung durch Dein soziales Umfeld ist wünschenswert.
- Von einer Selbstmedikation ist dringend abzuraten!

- Ein Entzug kann u.a. abhängig von der Substanz/den Substanzen, Deinen Kon-

  sumgewohnheiten und Deiner psychischen Stabilität sehr langwierig sein. Nach

  den meist relativ kurzzeitigen körperlichen Entzugsymptomen können die psychi-

  schen sehr lange andauern. Ist Dein Abstinenzwille nicht vorhanden oder sind Dei-

  ne Lebensumstände bzw. Dein soziales Umfeld schwierig, ist Deine Rückfallgefahr

  deutlich erhöht!

 

 

Letzte Änderungen: 09.07.2016

Haftungsausschluß:
Eve-rave.org möchte über die gängigsten und bekanntesten (Party-)Drogen aufklären und die damit verbundenen Risiken und Folgen aufzeigen, sowie Tips im Falle von Notsituationen geben. Der Inhalt dieser Seiten soll nicht zum Konsum von Drogen anleiten oder anregen!

Wenngleich die Informationen dieser Seiten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt wurden, so können Fehler jedoch nicht ausgeschlossen werden. Eve&rave Münster e.V. übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch die Verwendung dieser Informationen entstehen.

 

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