eve&rave Münster e.V.
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Literaturvorschläge

 

An dieser Stelle möchten wir Bücher vorstellen, die sich zu Lesen lohnen.

Die Bücher sind nach dem Erscheinungsjahr sortiert.

 

Im Teufelskreis der Lust – Raus aus der Belohnungsfalle!

(Autor: Ingo Schymanski; Schattauer Verlag, 2015; 285 Seiten; ISBN: 978-3-7945-3115-8)

 

Text von der Rückseite des Buches:

"Zuviel ist nie genug!  Was wissen wir über das Be- lohnungssystem in unserem Gehirn? Sagt es uns, wie wir leben sollen? Der Arzt, Psychotherapeut und Suchtmediziner Dr. med. Ingo Schymanski sichtet die bekannten Fakten und fügt sie neu zu- sammen: Sein Modell erklärt nicht nur, warum un- ser Leben immer schneller wird, wir gleichzeitig aber immer weniger Zeit haben. Es erklärt auch, warum wir fast alle mehr besitzen wollen, aber niemand dadurch glücklicher wird.

Aus dem "Teufelskreis der Lust" lassen sich die häufigsten psychischen Störungen wie AD(H)S, Ängste, Burnout oder Depression verstehen, letztlich sogar die Ursa- che jeder Zivilisationserkrankung.

Das Wissen über die Funktion des Belohnungssystems könnte Ihr Leben verändern – und es vielleicht in ein Savoir vivre verwandeln."

 

Anmerkung von eve&rave: In diesem Buch wird sehr anschaulich (und erstmals auf neurobiologischer Basis) erläutert, warum jeder einen Hang zu illegalisierten Drogen und/oder anderen, legalen rauscherzeugenden Substanzen und/oder Ver- haltensweisen entwickeln kann und warum bereits Kinder, die vermeintlich verhal- tensauffällig sind, völlig sinnlos pharmakologisch behandelt werden. Vom Einzelnen werden Rückschlüsse auf die (westliche) Leistungsgesellschaft als Ganzes gezo- gen und am Rande auch die daraus resultierenden sozialen und ökologischen Fol- gen beleuchtet. Es werden "relativ" einfache Lösungsansätze vorgestellt, um den Teufelskreis der Lust, der irgendwann zwangsläufig zu körperlichen und/oder psy- chischen Problemen bis hin zum völligen Zusammenbruch führt, zu durchbrechen.

 

Der Klang der Familie – Berlin, Techno und die Wende

(Autor: Felix Denk & Sven von Thülen; Surkamp Verlag, 2011; 423 Seiten; ISBN: 978-3-518-46320-8)

 

Am 13. März 1991 begannen die 90er Jahre. Nur we- nige Meter vom ehemaligen Todesstreifen entfernt er- öffnete in einer massiven unterirdischen Stahlkammer der Club Tresor. Von hier aus breitete sich mit 180 BPM die Jugendkultur aus, die Ost und West vereinte: Techno.

Nach dem Sturz der Mauer stehen überall in Berlin un- genutzte Flächen und Gebäude bereit, mit neuem Le- ben gefüllt zu werden. Die Besitzverhältnisse sind un- geklärt, und so erobert die Szene aus beiden Teilen der Stadt die neuen Freiräume. Clubs, Galerien, Ateliers und Studios entstehen – oft nur für wenige Wochen. Bald schon ist Berlin Epizentrum einer neuen Kultur, lockt mit Clubs wie dem Tresor und dem E-Werk Tausende Anhänger aus aller Welt an. Sie tanzen in Gasmaske oder Schweißerbrille die Nacht hindurch zum Presslufthammersound bisher unbekannter DJs aus Detroit. Unter ihnen auch Schriftsteller, Künstler, Fotografen und Designer. Schnell wächst Techno zu einer Bewegung der Massen, die in der Loveparade ihre schillerndste Blüte treibt.

DJs, Clubmacher, Musikproduzenten, Türsteher und Szenegestalten, Menschen aus der Mitte der Bewegung und von ihren Rändern, sie alle kommen in Klang der Familie zu Wort und lassen eine Zeit lebendig werden, in der alles möglich schien.

 

Elektroschock – Die Geschichte der elektronischen Tanzmusik

(Autor: Laurent Garnier & David Brun-Lambert; Hanni- bal Verlag, 2005; 296 Seiten; ISBN: 3-85445-252-7)

 

1987, Manchester: Im Hacienda Club kündigt sich die letzte große Revolution in der Geschichte der Popmusik an. 15 Jahre später ist Techno ein weltweites Phäno- men; die Platten verkaufen sich millionenfach, und Techno-Ästhetik ist zum festen Bestandteil der kulturel- len Landschaft geworden. Für seine Geschichte der elektronischen Musik – von den Anfängen in den schwarzen Ghettos der USA bis zum globalen Wirtschaftsfaktor Anfang des 21. Jahrhunderts – schöpft Laurent Gar- nier aus seinen reichhaltigen persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen. Als einer der prägenden Protagonisten der Bewegung, als Insider und privilegierter Zeitzeuge blickt er hinter die Kulissen und lässt die Entwicklung aus der leidenschaftlichen Perspektive des Praktikers Revue passieren.

„Ich erzähle die Geschichte von Techno, wie ich sie erlebt habe. Mein Freund David hat mich ein Jahr lang zwei Tage pro Woche interviewt, und aus all diesen Sessions haben wir dann das Buch zusammen geschrieben. Dabei geht es aber nicht nur um mich. Wir haben auch Gespräche mit anderen Leuten geführt, zum Beispiel Mad Mike, der über Detroit heute redet. Mit Jeff Mills, der erzählt, wie Techno in Detroit entstanden ist. Mit den Hacienda-Jungs in Manchester. Mit Partypromotern – insge- samt waren es um die 20 Leute. Es geht auch um die anderen Dinge, die Techno ausmachen: Schweiß, Emotionen, Liebe, Ecstasy, die Naivität, mit der wir alle da- mals an die Sache rangegangen sind, die Strukturen, die sich entwickelt haben, die zunehmende Kommerzialisierung. Mein Buch ist nicht nur positiv. Im Gegenteil. Ich schreibe ganz offen darüber, was falsch gelaufen ist. Das Geld und die Medien ha- ben die Szene kaputtgemacht. Aber alle haben das Spiel mitgespielt. Es wurde ein- fach irgendwann völlig irreal, zum Beispiel, auf der Love Parade vor einer Million Leute zu spielen – nur ein Verrückter würde da nicht mitmachen.“ Der Autor im Ge- spräch mit Karin Richter von der Zeitschrift raveline

 

Drogen und Psychopharmaka

(Autor: Robert M. Julien; Spektrum Akademischer Ver- lag, 1997; 563 Seiten; ISBN 3-8274-0044-9)

 

Text von der Rückseite des Buches:

"Designerdrogen, Turboentzug, Rauschgiftlegalisierung – drei Schlagworte, welche die Aktualität und Brisanz des Themas „Drogen und Psychopharmaka“ belegen. Substanzen, die auf Gehirn und Verhalten einwirken, haben seit jeher ein Janusgesicht, gehören doch schmerzstillende Medikamente wie Morphin und unent- behrliche Arzneimittel für die psychiatrische Therapie ebenso hierher wie mißbräuchlich benutzte Schlaf- oder Beruhigungsmittel und sogenannte „harte“ Drogen. Aber auch tagtäglich konsumier- te Stoffe wie CoffeinAlkohol und Nicotin zählen wegen ihrer spezifischen Wirkun- gen auf das Zentralnervensystem zu den psychotropen oder psychoaktiven Sub- stanzen.

Die Einführung in die Psychopharmakologie ist in den USA ein Klassiker und wird seit über zwanzig Jahren erfolgreich in der Lehre eingesetzt. Robert M. Julien be- schreibt darin detailliert die Klassifizierung, Einsatzgebiete und Wirkungsweisen der verschiedenen Gruppen psychotroper Wirkstoffe. Ausführlich kommen dabei auch die molekular- und zellbiologischen Grundlagen der modernen Psychopharmakolo- gie und Psychiatrie zur Sprache. Ein Kapitel widmet sich schließlich dem gesell- schaftlichen Umgang mit Drogen, ein weiteres der Integration von psychopharma- kologischen und psychotherapeutischen Ansätzen bei der Behandlung psychischer Störungen. Das verständlich geschriebene Buch ist mit informativen Abbildungen ausgestattet, enthält ein hilfreiches Glossar und wurde für die deutsche Ausgabe noch einmal überarbeitet. Ob als lehrbegleitende Lektüre im Studium, als „Auffrisch- kurs“ in der Praxis oder als spannender Einblick in ein faszinierendes Wissen- schaftsgebiet – Drogen und Psychopharmaka wird einem breiten Leserkreis nützli- che Dienste leisten."

Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen – Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen

(Autor: Christian Rätsch; AT-Verlag, 1997; 944 Seiten; ISBN 978-3-03800-352-6)


Das Standardwerk zu den psychoaktiven Pflanzen.

Dieses Buch ist weltweit das erste umfassende Werk, das nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis die Welt der psychoaktiven Pflanzen syste- matisch erschließt. Die Pflanzen werden in Monogra- phien mit allen relevanten Informationen zu Botanik, Aussehen, Anbaumethoden, Zubereitung und Dosie- rung, Geschichte, rituellen und medizinischen Verwendungen, Inhaltsstoffen, Wir- kungen, Marktformen und allfällligen Vorschriften beschrieben. Mit wenigen Aus- nahmen sind sämtliche Pflanzen im Bild dargestellt. Mit einem Vorwort von Albert Hofmann.

 

TiHKAL: The Continuation

(Autor: Alexander Shulgin & Ann Shulgin; Transform Press, Berkeley, 1997; XXVIII + 804 Seiten; ISBN: 0-9630096-9-9)

 

Der Titel TiHKAL ist ein Akronym für "Tryptamines I Have Known And Loved" (englisch für Tryptamine, die ich kannte und liebte). Das Buch ist quasi die Fortset- zung des Buches PiHKAL (1991), in dem die Autoren nun die Tryptamine beschreiben. Eine kostenlose On- line-Version des zweiten Teils ist bei Erowid zu finden.

 

 

PiHKAL: A Chemical Love Story

(Autor: Alexander Shulgin & Ann Shulgin; Transform Press, Berkeley, 1991; ISBN: 0-9630096-0-5)

 

Der Titel PiHKAL ist ein Akronym für "Phenethylamines I Have Known And Loved" (englisch für Phenylethylami- ne, die ich kannte und liebte).

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil (Book I: The Love Story) beschäftigt sich mit biographischen Aspekten beider Autoren. Zusammenkünfte eines Freundeskreises werden geschildert, bei denen neue psychoaktive Substanzen im Selbstversuch unter wis- senschaftlichen Bedingungen getestet werden. Den zweiten Teil (Book II: The Chemical Story) kann man als eine wissenschaftliche Publikation betrachten, in der 179 psychoaktive Phenylethylamine systematisch be- schrieben sind, und zwar bezüglich ihrer Synthese und den Erlebnisberichten (der Gruppenmitglieder) zu unterschiedlichen Dosierstufen. Im Gegensatz zum ersten Teil sind im zweiten Teil die Passagen zur Chemie nur mit entsprechender Fach- kenntnis verständlich, letzterer wurde von den Autoren für den nichtkommerziellen Gebrauch freigegeben. Eine kostenlose Online-Version des zweiten Teils ist bei Erowid zu finden.

 

LSD – Mein Sorgenkind (Die Entdeckung einer »Wunderdroge«)

(Autor: Albert Hofmann; Klett-Cotta, 1979; ISBN: 3-12-923601-5; NEU: 6. Auflage, 2015; 224 Seiten; ISBN: 978-3-608-94618-5)

 

In diesem Klassiker der Chemiegeschichte schildert Al- bert Hofmann die Umstände der Entdeckung des LSD. Er berichtet von seinen Begegnungen mit Wissen- schaftlern, Künstlern, Schriftstellern und Exponenten der Hippiebewegung, die an LSD jeweils aus ganz un- terschiedlichen Gründen interessiert waren. Und von seiner berühmten Fahrradfahrt, dem ersten LSD- Rausch überhaupt ...

»Ich konnte nur noch mit größter Anstrengung verständlich sprechen und bat meine Laborantin, die über den Selbstversuch orientiert war, mich nach Hause zu beglei- ten. Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an ...«

 

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