eve&rave Münster e.V.
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Hirn-Doping

(Neuro-Enhancement)

 

Psychopharmakologisches Enhancement (oder Neuro-Enhancement bzw. Hirn-Doping) ist die nicht medizinisch indizierte Einnahme von Arzneimitteln, die ursprünglich für Menschen mit z.B. Demenzerkrankungen, Depressio- nen und Aufmerksamkeitsstörungen entwickelt wurden. Sie sollen den Betroffenen helfen, ihre kognitiven Leistun- gen und das psychische Wohlbefinden zu verbessern und Ängste und Nervosität abzubauen.

 

In den letzten Jahren ist in der Arbeitswelt und unter Schülern und Studenten durch den zunehmenden Leistungsdruck eine deutliche Zunahme bei dem miß- bräuchlichen Konsum dieser Substanzen zu beobachten. So wurde in einer der bisher umfangreichsten und aus- sagekräftigsten Studien von Mainzer Wissenschaftlern der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie zum Thema  Leistungssteigerung durch "Neuro-Enhancement" (erschienen in Pharmacotherapy, Band 33, S. 44–50) von einer zunehmenden Verbreitung der Ein- nahme von leistungssteigernden Substanzen unter Schülern und Studenten be- richtet. Und der DAK Gesundheitsreport 2015 beschreibt das zunehmende Auftre- ten von Substanzmißbrauch in der Arbeitswelt.

 

In dieser Rubrik soll ein Überblick über die gängigsten Medikamente geben werden, die vorzugsweise für das "Hirn-Doping" mißbraucht werden. Neben einigen Medi- kamenten wirken jedoch auch einige illegale Substanzen kognitiv leistungsstei- gernd. Hierzu zählen u.a. die Amphetamine.

 

 

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Artikel und Studien zum Thema Neuro Enhancement

 

Neuro-Enhancement (Wikipedia)

 

Ritalin statt Ruhe – Warum deutsche Arbeitnehmer sich zu mehr Leistungs-fähigkeit dopen (Deutschlandfunk, 04.04.2015)

Mit Grippe zur Arbeit, vorher schnell zwei, drei Schmerztabletten einwerfen, das Auskurieren auf die lange Bank schieben: Studien zufolge schleppt sich ein Achtel der deutschen Arbeitnehmer auch krank zur Arbeit.

 

DAK-Gesunheitsreport (DAK, März 2015)

Dieser Bericht wurde im Auftrag der DAK-Gesundheit erstellt durch die IGES Institut GmbH.

 

Hirn-Doping funktioniert auf lange Sicht nicht (Westfälische Nachrichten, 17.03.2015)

Ritalin, um den mangelnden Schlaf in der letzten Nacht auszugleichen. Oder ein Betablocker, um die wichtige Konferenz zu überstehen. Immer mehr versuchen, mit Hirn-Doping ihre Leistung im Job zu steigern. Doch das hat gefährliche Neben-wirkungen.

 

“Gleichgültig und alles scheißegal” – Was Hirndoping auslöst (Pflichtlektüre, 29.06.2014)

Egal ob Ritalin, Modafinil oder Betablocker: Hirndoping ist immer wieder Thema in den Medien. Die Zahlen scheinen anzusteigen, aber kaum jemand gibt zu, es selbst zu tun. Zwischen Leistungsmythen und Nebenwirkungen ist aber eigentlich unklar, wie die „Dopingmittel“ auf lange Sicht wirken. Stefan* hat eigene Erfahrungen mit Ritalin gemacht.

 

AOK-Fehlzeiten-Report 2013: Doping für den Job (Frankfurter Rundschau, 22.08.2013)

Der Stress im Beruf wächst, leistungssteigernde Mittel verheißen Vorteile. Vor allem jüngere Arbeitnehmer putschen sich auf. Viele trinken. Gesundheitliche Folgen werden verdrängt. Jetzt kommt ein neues Problem dazu: pharmazeutische Aufputschmittel.

 

Zukunftsforscher: "Hirndoping wird zum großen Trend" (Haufe.de, 09.08.2013)
Der Doping-Bericht hat heiße Debatten im Sportmanagement ausgelöst. Für Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky ist Doping aber nicht nur Sache des Sports, sondern er hält das Thema für den prägendsten Trend der Gesellschaft. Im Inter- view erklärt er zudem, warum deutsche Manager dopen.

Die chemische Leistungsmanipulation scheint im Sport ungebrochen zu sein, zeigt die Studie über das Doping im westdeutschen Sportsystem. Kann dieser Trend auch auf andere gesellschaftliche Bereiche übergreifen?

 

Doping im Job ist okay (News.de, 29.04.2013)

Es ist Mode, mit Medikamenten nachzuhelfen, um den stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen. Mehr als zehn Prozent der Drogen-Patienten sind erstbehandelte Konsumenten von Aufputschmitteln. Auch jeder fünfte Student nimmt mindestens einmal im Jahr Doping-Medikamente.

 

Hirndoping – Neue Anforderungen an die Suchttherapie? (eve&rave Münster e.V., Juni 2012, 24 Seiten), Autor: Yvonne Hörnschemeyer

Hausarbeit im Rahmen der Zusatzqualifikation "Sozial-/Suchttherapie"

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