eve&rave Münster e.V.
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5-MeO-DMT

 

Chemische Bezeichnung (IUPAC):

2-(5-Methoxy-1H-indol-3-yl)-N,N-dimethylethanamin

 

Andere Bezeichnungen:

5-​Methoxy-​N,N-​dimethyltryptamin (5-MeO-DMT), 5-Methoxydimethyltryptamin, 5-Methoxy-DMT, 5-Methoxy-N,N-dimethyl-1H-indol-3-ethanamin, 5-Methoxy-N,N-di-methyl-1H-indol-3-ethylamin, N-[2-(5-Methoxy-1H-indol-3-yl)ethyl]-N,N-dimethyla- min, [2-(5-Methoxy-1H-indol-3-yl)ethyl]dimethylamin, [2-(5-Methoxyindol-3-yl)e-thyl]dimethylamin, 3-[2-(N,N-Dimethylamino)ethyl]-5-methoxyindol, 3-​(2-​Dimethyla-minoethyl)​-​5-​methoxyindol, N,N-Dimethyl-5-methoxytryptamin, Methoxybufotenin, Methylbufotenin, O-Methylbufotenin, (...)

 

Handelsnamen:

(keine)

 

Vorkommen des Wirkstoffs in der Natur:

5-MeO-DMT ist in vielen Pflanzenarten und vermutlich auch einigen Tierarten zu finden. In größeren Mengen ist es u.a. innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) in der Rinde von Anadenanthera colubrina sowie in den Samen und in der Rinde des Calcium-Baums (Anadenanthera peregrina) enthalten. Bei den Tieren wurde es u.a. in den Wehrsekreten der aus der Familie der Kröten (Bufonidae) stammenden Aga-Kröte (Rhinella marina) und Coloradokröte (Incilius alvarius) ge- funden. Auch im menschlichen Organismus wurde es nachgewiesen, wobei nicht abschließend geklärt ist, ob es sich hierbei um körpereigenes handelt.

 

Szenetypische Bezeichnungen:
(keine)

 

5-​Methoxy-​N,N-​dimethyltryptamin (5-MeO-DMT) ist eine natürlich vorkommende Substanz, zählt zur Stoffgruppe der Tryptamine, wurde erstmals 1936 synthetisiert und 1959 erstmals aus Pflan- zen isoliert. Es ist ein Derivat des Dimethyltrypta- mins (DMT), nahe verwand mit dem Bufotenin (5-HO-DMT) und dem in psychoaktiven Pilzen enthaltenen Psilocin (4-HO-DMT) und wirkt als nichtselektiver Serotoninrezeptor-Agonist mit hoher Affinität zu 5-HT1A- und 5-HT2-Rezeptoren. Möglicherweise spielt es auch bei der Wiederaufnahmehemmung von Monoaminen eine Rolle. 5-MeO-DMT hat eine entheogene, psychedelische und halluzinogene Wirkung.

In der Natur ist es in vielen Pflanzenarten und vermutlich auch einigen Tierarten zu finden. In größeren Mengen ist es u.a. innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) in der Rinde von Anadenanthera colubrina (in Südamerika u.a. Angico, Cebil, Huilca, Huilco, Vilca, Wilco oder Willka) sowie in den Samen und in der Rinde des Calcium-Baums (Anadenanthera peregrina; in Südamerika u.a. Cohoba, Jopo, Parica oder Yopo) enthalten. Bei den Tieren wurde es u.a. in den Wehrsekreten der aus der Familie der Kröten (Bufonidae) stammenden Aga-Kröte (Rhinella marina) und Coloradokröte (Incilius alvarius) gefunden. Studien fanden es auch im mensch-lichen Blut, Urin und Hirnwasser (Liquor cerebrospinalis). Inwieweit es sich jedoch um körpereigenes oder über die Nahrung zugeführtes 5-MeO-DMT handelte, konnte nicht abschließend geklärt werden.

Entgegen früherer Annahmen ist 5-MeO-DMT nicht der Hauptwirkstoff des in Süd- amerika für rituelle Zwecke verwendeten Schnupfpulvers Yopo, welches aus den Samen von Anadenanthera peregrina gewonnen wird, da nachgewiesen wurde, daß der 5-MeO-DMT-Gehalt der Samen teils zu gering ist oder sogar gen Null ten- diert.

Zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren wurde 5-MeO-DMT in den USA häufig mit Petersilie (Petroselinum crispum) geraucht, welche in geringen Mengen den MAO-Hemmer Myristicin enthält.

 

5-MeO-DMT unterliegt dem BtMG (Anlage I: Nicht verkehrsfähige Betäubungsmit- tel). Herstellung, Einfuhr, Erwerb, Besitz und Weitergabe/Handel sind strafbar!

Der Besitz von 5-MeO-DMT-haltigen Pflanzen aus botanischen oder dekorativen Gründen ist dagegen gesetzlich nicht verboten.

 

Merkmale:

- 5-MeO-DMT ist eine weiß-gelbliche kristalline Substanz.

 

 

Gebrauch:

- 5-MeO-DMT kann geraucht, geschnupft oder intravenös (i.v.) gespritzt werden.

  Von Injektionen ist jedoch grundsätzlich abzuraten!

- Die wirksame Dosis liegt bei ca. 6 – 20 mg geraucht, ca. 6 – 12 mg geschnupft

  oder ca. 2 – 3 mg gespritzt.

 

 

Wirkung:

- 5-MeO-DMT hat eine entheogene, psychedelische und halluzinogene Wirkung.

- Die Wirkung setzt geraucht nach einigen Sekunden und geschnupft nach einigen

  Minuten ein und hält geraucht ca. 10 Minuten und geschnupft bis zu 40 Minuten

  an.

- Im Gegensatz zu DMT kommt es häufiger zur Auflösung der eigenen Identität (Ich-

  Auflösung). Die Wirkung ist jedoch von Person zu Person verschieden und auch

  stark von der Tagesverfassung (Set) und der Umgebung (Setting) abhängig.

 

 

Gefahren:

- Es kann – insbesondere bei einer zu hohen Dosierung – ein starker Kontrollverlust

  auftreten!

- Es können – wie auch bei DMT – starke Wahrnehmungsveränderungen auftreten,

  die von einigen Konsumenten als so belastend und traumatisch erlebt werden, daß

  Panikattacken, Angstzustände und "Horror-Trips" auftreten können.

- Es können latente (verborgene) Psychosen ausgelöst werden.

- Bleibende Störungen der Selbst- und Realitätserkennung sind möglich.

- Das führen eines Fahrzeugs unter dem Einfluß von 5-MeO-DMT ist gefährlich und

  wird mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bestraft.

 

 

Safer Use:

- 5-MeO-DMT ist keine Partydroge!

- Achtung Verwechslungsgefahr! 5-MeO-DMT ist deutlich potenter als DMT, wird

  aber zuweilen auch nur kurz als "DMT" angeboten. Dies birgt die Gefahr einer

  Überdosierung! 5-MeO-DMT ist überwiegend in kristalliner Form im Umlauf, wäh-

  rend DMT als teerige Masse, Harz oder kristallines Pulver vorliegen kann.

- Will man 5-MeO-DMT konsumieren, sollte man die Umgebung und den Zeitpunkt

  sorgfältig wählen:

  - Wie bei quasi allen Halluzinogenen ist die Wirkung nicht nur eine Folge der Do-

    sierung, sondern auch abhängig von Deiner Verfassung (Set), der Umgebung/

    Atmosphäre und den beteiligten Personen (Setting). Konsumiere 5-MeO-DMT

    nur wenn es Dir gut geht (Du solltest keine größeren ungelösten Probleme im

    Kopf mit Dir herumschleppen), Du Dich an dem Ort wohl fühlst und Du keine

    Angst vor der (starken) 5-MeO-DMT-Wirkung hast! Fühlst Du Dich nicht gut/be-

    reit, bist unerfahren oder hast psychische Probleme, ist die Gefahr etwas Nega-

    tives oder sogar einen "Horror-Trip" zu erleben deutlich höher. Versuche Dich im-

    mer auf etwas Positives zu konzentrieren.

  - Konsumiere 5-MeO-DMT nie alleine, sondern immer im Beisein von Freunden

    und/oder anderen vertrauenswürdigen, erfahrenen nüchternen Personen.

- Da die Reinheit von auf dem Schwarzmarkt gekauften Substanzen stets anzuzwei-

  feln ist, besteht immer die Gefahr, auch andere, möglicherweise giftige Inhaltsstof-

  fe, zu konsumieren. Dosiere daher zunächst vorsichtig, um die Wirkung einschät-

  zen zu können. Lege nicht übereilt nach!

- Beim Konsum empfiehlt sich eine sitzende oder liegende Position, um unkontrol-

  liertem Fallen vorzubeugen.

- Vermeide – auch im Beisein von nüchternen Begleitern – potentiell gefährliche Or-

  te (Dächer, Klippen, Straßen, tiefe Gewässer, usw.). Solltest Du doch alleine kon-

  sumiert haben, kann Dich an solchen Orten auch ein möglicher Orientierungsver-

  lust in gefährliche Situationen bringen.

- Mach Konsumpausen! Nimm Dir nach dem Konsum von 5-MeO-DMT Zeit, den

  Trip zu verarbeiten. Auch negative Rauscherlebnisse können sich positiv auf Deine

  Persönlichkeitsentwicklung auswirken, wenn Du Dich damit intensiv auseinander-

  setzt und den tieferen Sinn erkennst.

- Vermeide Mischkonsum:

  - In Kombination mit anderen Medikamenten (z.B. bestimmte Antidepressiva) oder

    Drogen, die den Serotoninspiegel positiv beeinflussen, ist ebenfalls ein lebens-

    bedrohliches Serotoninsyndrom möglich.

  - In Kombination mit anderen Psychedelika und Halluzinogenen wie z.B. LSD,

    Mescalin oder psychoaktiven Pilzen kann sich die Wirkung extrem verstärken

    oder verändern. Mögliche psychische Schäden sind insbesondere bei unerfahre-

    nen Konsumenten nicht auszuschließen.

  - Die Kombination mit Alkohol ist nicht zu empfehlen!

- Personen mit einer labilen Psyche oder einer familiären Vorbelastung für psychi-

  sche Erkrankungen sowie Personen mit einem hohem Blutdruck sollten kein

  5-MeO-DMT konsumieren.

- Wenn jemand auf 5-MeO-DMT oder anderen Drogen negative Emotionen oder

  Panik erlebt, ist ein "Talking Down", hilfreich, d.h. auf die Person beruhigend ein-

  wirken, ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und sie nicht alleine lassen.

- Im Notfall den europaweit gültigen Notruf (Nummer: 112) anrufen. Schildere am

  Telefon nur die Symptome und kläre den Rettungsdienst oder Notarzt vor Ort über

  die konsumierten Substanzen auf. Sie unterliegen der Schweigepflicht!

  Informationen zur Ersten Hilfe bei Drogennotfällen findest Du hier.

 

 

Letzte Änderungen: 21.04.2017

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Artikel und Studien zu 5-MeO-DMT

 

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