eve&rave Münster e.V.
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Opium (Opiate & Opioide)

 

Sammelbegriffe für verschiedene Substanzen einer Stoffgruppe

 

Opiate (natürliche Inhaltsstoffe des Opiums):

Codein, Laudanosin, Narcein, Noscapin, Morphin (Morphium), Papaveraldin, Papa- verin, Thebain, (...)

 

Opioide:

Acetorphin, Acetyl-α-methylfentanyl, Acetyldihydrocodein, AH-7921 (Doxylam), Al- fentanil, Allylprodin, Apomorphin, Buprenorphin, Butorphanol, Carfentanyl, Deso- morphin (Krokodil), Diacetylmorphin (Diamorphin, Heroin), Diethylthiambuten, Dihy- drocodein, Dihydroetorphin, Diprenorphin, Etonitazen, Etorphin, Fentanyl, Hydroco- don, Hydromorphon, Ketobemidon, Levomethorphan, Lofentanil, Loperamid, MDAN-21, Meptazinol, Methadon (und Levomethadon), MT-45 (IC-6), N-Naphthoyl-6β-naltrexamin, Nalbuphin, Naloxon, Naltrexon, Nicomorphin, Ohmefentanyl, Oxy- codon, Pentazocin, Pethidin, Piritramid, PZM21, Remifentanil, Sufentanil, Tapenta- dol, Tilidin, Tramadol, (...)

 

Vorkommen der Wirkstoffe in der Natur:

Opiate sind verschiedene psychoaktive Substanzen, die in dem getrockneten Milch- saft des Schlafmohns (Papaver somniferum), dem Opium, enthalten sind. Sie kom- men jedoch auch (mehr oder weniger) in anderen Vertretern aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) wie z.B. dem Arznei-Mohn (Papaver bracteatum) vor. Die aus den Opiaten abgeleiteten halb- und vollsynthetisch hergestellten Sub- stanzen sowie alle natürlichen und synthetischen Substanzen mit vergleichbarem Wirkspektrum, die nicht von den Opiaten abgeleitet sind, werden (je nach Definition) zu den Opioiden gezählt.

 

Szenetypische Bezeichnungen:

für Opium: Chandoo, (...)
für andere: (je nach Substanz verschieden)

 

Opium (früher auch Mohnsaft genannt) ist der durch Anritzen gewonnene, getrocknete Milchsaft unreifer Sa- menkapseln des zur Familie der Mohngewächse (Papa-veraceae) zählenden Schlafmohns (Papaver somnife- rum), welcher primär auf dem geographischen Streifen von der Türkei bis hin zum Südosten Asiens und in Mit- tel- und Südamerika angebaut wird. Durch den Trock-nungsprozeß an der Samenkapsel wandelt sich der zu Beginn weiße Milchsaft durch Autoxidation in eine brau- ne bis schwarze, zähe Masse um – das Rohopium (ca. 20 – 50 mg pro Samenkap- sel). Rohopium enthält ca. 37 verschiedene Alkaloide, die bis zu einem Viertel der Gesamtmasse ausmachen. Der Hauptbestandteil ist das Morphin (9 – 18 %), wel- ches erstmals im Jahr 1803/1804 als kristalline Substanz isoliert und von seinem Entdecker mit dem Namen Morphium (abgeleitet von Morpheus, dem griechischen Gott der Träume) versehen wurde. Morphin ist eines der stärksten bekannten, na- türlichen Schmerzmittel. Weitere Bestandteile des Rohopiums sind u.a. das husten-stillende Codein (0,2 – 6 %), das Laudanosin, das schlaffördernde und nakortisie- rende Narcein (0,1 – 1 %), das hustenstillende Noscapin (2 – 12 %), das Papaveral- din (0,5 – 3 %), das auf die glatte Muskulatur von Blutgefäßen, Magen, Darm und Gallenwegen krampflösend wirkende Papaverin (0,1 – 0,4 %) und das Thebain (0,2 – 1 %).

Die in diesem Zusammenhang häufig auftauchenden Begriffe "Opiate" und "Opioi- de" sind nicht einheitlich definiert. Häufig werden die im Opium enthaltenen Alkaloi- de sowie die aus ihnen abgeleiteten halbsynthetischen und nicht-peptidischen Arz- neistoffe mit ähnlichem Wirkspektrum als Opiate bezeichnet, während die Opioide (gr.: "dem Opium ähnlich") eine uneinheitliche Stoffgruppe von natürlichen, halb- oder vollsynthetischen Substanzen bilden, die eine vergleichbare Wirkung haben, aber nicht von den Opiumalkaloiden abgeleitet sind. Andere Definitionen (wie die hier verwendete) rechnen nur die natürlich im Opium vorkommenden Substanzen zu den Opiaten und alle anderen vergleichbar wirkenden Substanzen zu den Opio- iden.

Das traditionelle (Rauch-)Opium (auch "Chandoo" genannt) wird durch die Weiter-verarbeitung des Rohopiums hergestellt. Hierzu wird dieses mehrfach erhitzt, ge- knetet, geröstet und nachfolgend das Wasser entzogen. Anschließend wird es über mehrere Monate mit Hilfe des Schwarzen Gießkannenschimmels (Aspergillus niger) fermentiert. Hierdurch werden bestimmte Alkaloide wie Codein, Noscapin und Pa- paverin unter gleichzeitiger Erhöhung des Morphingehalts weitestgehend abgebaut. Man nimmt an, daß insbesondere durch den Schimmelpilz aber noch weitere psy- choaktive Substanzen entstehen. Sowohl Roh- als auch Rauchopium können ge- raucht, gegessen oder in Alkohol gelöst (Opiumtinktur, auch Laudanum genannt) getrunken sowie nach entsprechender Aufbereitung injiziert werden.

Der Schlafmohn zählt zu den ältesten Kulturdrogen und Heilpflanzen der Mensch-heitsgeschichte. Bereits ca. 4000 v.Chr. wurde er von den Ägyptern und Sumerern für diese Zwecke gebraucht. Als Kulturpflanze wurde er vermutlich erstmals von den Chinesen angebaut, wodurch er auch in die traditionelle chinesische Medizin Einzug hielt. Allerdings werden dort in erster Linie die öligen Mohnsamen als Schmerzmittel verwendet. Und auch im westlichen Kulturkreis war Opium spätestens seit der Anti- ke als Heil- und Rauschmittel bekannt. So war es z.B. ein essentieller Bestandteil des Antidots Theriak. In der Medizin wurde es bis ins frühe 19. Jahrhundert als Be- ruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel sowie als Appetitzügler und gegen Durchfall eingesetzt und in der Psychiatrie fand es als Mittel gegen Depressionen Verwen- dung, obwohl dessen gefährliche Nebenwirkungen bereits bekannt waren. So droht bei einer Überdosierung eine akute lebensbedrohliche Atemlähmung. Aber auch die körperlichen und psychischen Langzeitschäden des Opiumkonsums sind erheblich. Zu ihnen zählen u.a. Appetitlosigkeit (und hierdurch erheblicher Gewichtsverlust und völlige Entkräftung), Kreislaufstörungen, Muskelschmerzen, Antriebsschwäche, Apathie, Depressionen und Persönlichkeitsveränderungen sowie körperliche und psychische Abhängigkeit.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam in China das Opiumrauchen (in Opiumhöhlen und -diwanen) in Mode, was nach einiger Zeit zu großen Abhängigkeitsproblemen in der chinesischen Bevölkerung führte und Kaiser Yongzheng 1729 veranlaßte ein Antiopiumedikt zu erlassen, welches jedoch keine große Wirkung zeigte. Um 1830 verzeichnete China bereits ca. 2 Millionen Süchtige, was Kaiser Daoguang 1839 veranlaßte noch drastischere Maßnahmen (u.a. Aufklärung, Repression und Ein- fuhrverbote) zu ergreifen. Da jedoch Großbritannien zu dieser Zeit unter einer er- heblichen negativen Handelsbilanz mit China litt (China exportierte Porzellan, Seide und Tee nach Großbritannien, während die Briten im Gegenzug für die Chinesen kaum attraktive Produkte besaßen), versuchten die Briten diese durch Opiumexpor- te von Bengalen nach China durch die East India Company zu kompensieren, was jedoch durch die bestehenden chinesischen Einfuhrverbote zu scheitern drohte. Dies führte von 1839 bis 1842 zum ersten Opiumkrieg zwischen Großbritannien und China, welchen die Briten gewannen und für China weitreichende Folgen hatte. So schrumpfte die bis dahin unumstrittene Hegemonialmacht Asiens zu einer informel- len Kolonie westlicher Großmächte, Hongkong ging an die Briten verloren und er- hebliche Mengen Opium wurden gegen den Willen des chinesischen Kaisers nach China eingeführt, was die Verelendung von großen Teilen der chinesischen Bevöl- kerung verschärfte. Nachdem China auch den zweiten Opiumkrieg von 1856 bis 1860 gegen die Briten und Franzosen verlor, wurde der Handel mit Opium in China komplett legalisiert, was die Opiumsucht in der chinesischen Bevölkerung abermals verschärfte. Im Jahr 1880 betrug die nach China eingeführte Menge Opium ca. 6.500 Tonnen (es wurde aber auch in China Opium produziert) und China verzeich- nete ca. 10 – 20 Millionen Süchtige (1940 ca. 40 Millionen). Erst Mao Zedong ge- lang es ab dem Jahr 1949 den Opiumhandel und -konsum in China wieder einzu-dämmen.

Opiumhöhlen entstanden jedoch auch in anderen Teilen der Welt. Bereits um 1840 gab es sie auch einigen Teilen Europas – insbesondere in den großen Hafenstäd- ten, in denen sich auch Chinesen aufhielten.

Nachdem zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Morphin als schmerzstillender In- haltsstoff des Opiums identifiziert und chemisch isoliert wurde, dauerte es noch fast 25 Jahre, bis es im Jahr 1828 als starkes Schmerzmittel auf den Markt kam. Im deutsch-französischen Krieg (1870 – 1871) kam es schließlich erstmals im großen Stil bei der Versorgung von Verwundeten zum Einsatz, verursachte jedoch im Nach- hinein viele Morphinabhängige, was den Begriff "Soldatenkrankheit" prägte. Auf- grund des hohen Suchtpotentials gab es ab Mitte des 19. Jahrhunderts starke Be- strebungen, aus Morphin ein vergleichbar starkes aber nicht abhängig machendes Schmerzmittel zu entwickeln. Dies führte 1874 zur Entwicklung des halbsyntheti- schen Morphin-Derivats Diacetylmorphin (oder kurz Diamorphin), welches ab 1896 unter dem Markennamen Heroin® als Schmerz- und Hustenmittel vertrieben wurde und heute als jene illegale Droge mit den vermeintlich größten Risiken und größtem Abhängigkeitspotential bekannt ist (was nicht wirklich stimmt).

Heutzutage werden die potentesten Schmerzmittel nicht mehr aus dem Morphin, sondern aus dessen Dimethylderivat Thebain synthetisiert (z.B. Buprenorphin), wel- ches auch aus dem Arznei-Mohn (Papaver bracteatum) gewonnen wird. Viele die- ser synthetischen Opioide sind deutlich potenter (wirken also bei gleicher Dosierung deutlich stärker) als Morphin. Die Stärke der schmerzstillenden Eigenschaften die- ser Substanzen werden jedoch weiterhin am Morphin als Bezugsgröße gemessen, dessen analgetische Potenz per Definition 1 beträgt. Substanzen, die z.B. doppelt so stark wirken hätten den Wert 2 und jene die nur halb so stark wirken 0,5 (starke Opioide wären z.B. Buprenorphin mit 30 – 40 oder Dihydroetorphin mit 11.000). Da Morphin jedoch bis heute eines der stärksten bekannten, natürlichen Schmerzmittel ist, wird es auch weiterhin in der Medizin verwendet.

Die Wirkung von Opiaten und Opioiden beruht auf der Bindung an den nach ihnen benannten Opioidrezeptoren (auch Opiatrezeptoren genannt). Von ihnen sind bis- lang fünf Grundtypen bekannt – die δ (Delta)-, ε (Epsilon)-, κ (Kappa)-, μ (My)- und Orphan-Rezeptoren (oder ORL; für "opioid receptor like"), wobei von den μ-Rezep- toren zwei Subtypen (μ1 und μ2) bekannt sind. Je nach Rezeptortyp sind diese un- terschiedlich im Gehirn und dem Körper an den Oberflächen von Nerven- und ande- ren Körperzellen verteilt. Höhere Dichten finden sich z.B. im Thalamus und dem Bo- den des vierten Ventrikels (Rhombencephalon) des Gehirns sowie dem Rücken- mark. Aber auch im Darm sind sie vermehrt vorhanden. Opioidrezeptoren sind u.a. an der Streßantwort des Körpers beteiligt, wo sie Belastungsreaktionen dämpfen. Die körpereigenen (endogenen) Liganden (Bindungspartner der Rezeptoren) sind Neuropeptide (Opioidpeptide), von denen das Adrenorphin (auch Metorphamid ge- nannt), die Dynorphine, die Endorphine (eine Verkürzung aus "endogene Morphi- ne") und die Enkephaline bekannt sind. Sie werden bei Säugetieren im Hypothala- mus und der Hypophyse des Gehirns gebildet und unterscheiden sich in ihrer Ver- teilung im Körper und der Rezeptoraffinität.

Opioide binden (wie die körpereigenen Opioidpeptide) gruppenspezifisch unter-schiedlich stark an die orthosterischen Bindungsstellen der verschiedenen Opioidre-zeptoren und wirken dort entweder als reine Agonisten (aktivierend), gemischte Agonisten-Antagonisten, Partialagonisten oder reine Antagonisten (hemmend). Dementsprechend unterschiedlich kann auch die Wirkung eines Opioids ausfallen. Da Opioidrezeptoren vermehrt in den stammesgeschichtlich älteren Teilen des zen- tralen Nervensystems (Rhombencephalon und Rückenmark) vorkommen, die – ver- einfacht gesprochen – die grundlegenden Körperfunktionen kontrollieren, und hier an der Abmilderung von Streßreaktionen beteiligt sind (z.B. das Herunterregeln der Atemfrequenz und -tiefe), besteht bei einer Überdosierung die Gefahr von Bewußt-losigkeit gefolgt von Atemstillstand. Auf diesen Mechanismus gehen z.B. viele To- desfälle im Zusammenhang mit Heroin zurück.

Opium wurde früher und wird auch heute noch zur Erzeugung von ekstatischen Zu-

ständen während religiöser Zeremonien und Riten sowie als Aphrodisiakum ge- nutzt.

 

Opium unterliegt in Deutschland dem BtMG (Anlage III: Verkehrsfähige und ver- schreibungsfähige Betäubungsmittel) und in vielen anderen Ländern vergleichbaren Verboten. Diesen Verboten liegt das internationale "Einheitsabkommen über die Be- täubungsmittel" zu Grunde. Opium ist in Deutschland nur noch zur Behandlung von chronischen Durchfallerkrankungen verschreibungsfähig. Herstellung, Einfuhr, Er- werb, Besitz (ohne Rezept) und Weitergabe/Handel sind strafbar!

Opiate und Opioide unterliegen in Deutschland je nach Substanz verschiedenen Regelungen. So können sie – je nach ihrem Sucht- bzw. Mißbrauchspotential – ent- weder in allen Konzentrationen, ab einer bestimmten Konzentration (z.B. Codein, Dextropropoxyphen oder Tilidin mit Naloxon) oder aber überhaupt nicht (Nalbuphin und Tramadol) beschränkt sein.

Schlafmohn (Papaver somniferum) unterliegt in Deutschland dem BtMG. Der Anbau (auch als Zierpflanze) ist genehmigungspflichtig!

Arznei-Mohn (Papaver bracteatum) unterliegt in Deutschland ebenfalls dem BtMG. Der Anbau zu gewerblichen Zwecken ist genehmigungspflichtig, jedoch wurde mit der zweiten Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung (2. BtMÄndV) vom 23.07.1986 die Nutzung als Zierpflanze und der freie Vertrieb der Samen zugelas- sen.

 

Die folgenden Informationen beziehen sich lediglich auf Opium! Da Opiate als Rein- stoffe oder Opioide in der Party-Szene nahezu keine Rolle spielen, genießt der Aus- bau und die Pflege von Informationen zu den einzelnen Stoffen dieser Substanz- gruppen für uns keine all zu hohe Priorität. Die Wirkung und Gefahren von den ver- schiedenen Opiaten und Opioiden können sehr unterschiedlich sein. Daher sind die im folgenden für Opium aufgeführten Informationen keinesfalls auf die im Opium enthaltenen Reinstoffe oder andere Substanzen aus diesen Stoffgruppen 1:1 über- tragbar!

 

Merkmale:

- Opium ist eine braune bis schwarze, zähe Masse, die von der Konsistenz an hoch-

  wertige, weiche Cannabis-Harze (Haschisch, wie z.B. schwarzer Afghane) erin-

  nert, jedoch eher unangenehm riecht.

 

 

Gebrauch:

- Traditionell wird Opium geraucht. Es kann aber auch peroral (gegessen oder in

  Alkohol gelöst getrunken) oder rektal zugeführt sowie entsprechend aufbereitet

  intravenös (i.v.) gespritzt werden.

- Der dominante psychoaktive Wirkstoff, der auch unter allen psychoaktiven Inhalts-

  stoffen des Opiums den größten Anteil ausmacht, ist das Morphin, welches ab ei-

  ner Dosis von ca. 10 mg schmerzstillend (analgetisch) und ab ca. 50 – 100 mg

  narkotisierend wirkt.

 

 

Wirkung:

- Die eintretende Wirkung hängt von der Konsumform ab. Konsumenten berichten

  häufig von großen Unterschieden zwischen gerauchtem oder geschlucktem Opi-

  um. Beim Rauchen ist der Wirkungseintritt zudem deutlich schneller.

- Die Wirkung des Opiums beruht auf den verschiedenen enthaltenen Opiaten. Da

  es sich um ein Naturprodukt handelt kann die Konzentration der einzelnen Wirk-

  stoffe stark schwanken und somit auch die Wirkung unterschiedlich ausfallen:

  - Morphin ist der Hauptwirkstoff. Es wirkt schmerzstillend (analgetisch), beruhigend

    (sedativ), hustenhemmend (antitussiv), atemdepressiv (Senkung der Atemfre-

    quenz und -tiefe), verstopfend und gegen Übelkeit und Erbrechen (antiemetisch).

    In höheren Dosierungen wirkt es narkotisierend.

  - Codein wirkt stark hustenhemmend.

  - Narcein wirkt schlaffördernd und narkotisierend.

  - Noscapin wirkt hustenhemmend und steigert die schmerzstillende Wirkung des

    Morphins.

  - Papaverin wirkt entspannend und krampflösend auf die die glatte Muskulatur von

    Blutgefäßen, Magen, Darm, Gallenblase und Gallenwege. Bei Männern erhöht es

    den Blutfluß in die Schwellkörper.

- In niedrigen Dosierungen wirkt Opium aphrodisierend und kann zu Tagträumen

  und einem tiefen aber von lebhaften Träumen durchzogenen Schlaf führen.

- In höheren Dosierungen wirkt es (stark) euphorisierend und das Selbstbewußtsein

  und Selbstwertgefühl ist gesteigert. Die Tagträume nehmen zu und werden inten-

  siver, ohne in Halluzinationen überzugehen.

- Die Pupillen verengen sich und es kann zu niedrigem Blutdruck, Gleichgewichts-

  störungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelerschlaffung, Schweißausbrüchen,

  Juckreiz, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfungen, Verkrampfung der

  Gallenwege, Spannungen in der Harnblase und Problemen beim Urinieren kom-

  men.

 

 

Gefahren:

- Eine Überdosierung kann Bewußtlosigkeit, eine lebensbedrohliche Atemlähmung

  und Herz-/Kreislaufversagen auslösen. Zudem besteht bei einer Bewußtlosigkeit

  auch die Gefahr an seinem Erbrochenem zu ersticken.

- Bei länger andauerndem Konsum kann es zu erheblichen körperlichen und psy-

  chischen Langzeitschäden wie Appetitlosigkeit (und hierdurch zu erheblichem Ge-

  wichtsverlust und völliger Entkräftung), Kreislaufstörungen, Muskelschmerzen, An-

  triebsschwäche, Apathie, Depressionen und Persönlichkeitsveränderungen kom-

  men.

- Bei länger andauerndem Konsum kann es zu einer Toleranzentwicklung und kör-

  perlicher und psychischer Abhängigkeit kommen. Das Absetzen kann u.a. zu kör-

  perlichem Unwohlsein und Depressionen führen.

- Injektionen bergen das Risiko von Überdosierungen, Blutgerinnseln, Abszessen

  oder Infektionen durch Verunreinigungen.

- Das Führen eines Fahrzeugs unter dem Einfluß von Opium ist gefährlich und wird

  mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bestraft.

 

 

Safer Use:

- Opium sollte geraucht werden. Dies ist die risikoärmste Konsumform, da die Wir-

  kung schnell einsetzt und hierdurch Überdosierungen vermeidbar sind. Wird es ge-

  gessen oder getrunken, steigen die Risiken aufgrund der schwierigeren Dosierung

  und des späten Wirkungseintritts. Injektionen sind nicht ratsam, da hier die Risiken

  (Überdosierungen, Abszesse oder Infektionen) mit Abstand am größten sind.

- Opium sollte nie alleine konsumiert werden! Zum einen könntest Du so viel konsu-

  miert haben, daß Du bewußtlos wirst und an deinem Erbrochenen erstickst oder

  zu viel konsumiert haben, daß es zu einer lebensbedrohlichen Atemdepression

  oder gar -lähmung kommt. In beiden Fällen kann ein nüchterner Begleiter durch

  Erste-Hilfe-Maßnahmen und/oder einen Notruf dein Leben retten!

- Vermeide Mischkonsum:

  - Opiate und Opioide erhöhen in Kombination mit Alkohol oder Benzodiazepinen,

    welche beide ebenfalls atemdepressiv wirken, das Risiko für eine lebensbedroh-

    liche Atemlähmung erheblich! Zudem verstärken sich in beiden Fällen die sedie-

    renden Wirkungen wechselseitig.

  - Opiate und Opioide verstärken die Wirkung von Barbituraten.

  - Opiate und Opioide können in Kombination mit MAO-Hemmern sehr gefährlich

    sein. Hierdurch kann es im Körper zu einem Serotoninüberschuß kommen, der

    ein lebensbedrohliches Serotoninsyndrom auslösen kann. Es können aber auch

    andere lebensbedrohliche Störungen in den Körperfunktionen auftreten.

  - Opium ist kein "Downer", um von anderen Drogen runterzukommen! Hierfür sind

    dessen psychoaktive Inhaltsstoffe zu heftig und der Organismus wird zusätzlich

    belastet!

- Aufgrund des hohen Suchtpotentials ist weder eine übermäßige hohe einmalige

  und schon gar nicht eine regelmäßige Einnahme zu empfehlen! Lange Konsum-

  pausen sind wichtig!

- Schwangere und stillende Mütter sollten kein Opium, Opiate oder Opioide konsu-

  mieren!

- Im Notfall den europaweit gültigen Notruf (Nummer: 112) anrufen. Schildere am

  Telefon nur die Symptome und kläre den Rettungsdienst oder Notarzt vor Ort über

  die konsumierten Substanzen auf. Sie unterliegen der Schweigepflicht!

  Informationen zur Ersten Hilfe bei Drogennotfällen findest Du hier.

 

 

Letzte Änderungen: 03.06.2017

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Artikel und Studien zu Opium, Opiaten & Opioiden

 

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